von Argentinien zurück nach Chile

geschrieben von martin, am Sunday, 8. April 2007. Kategorie(n): Martin,Reisen,Südamerika 2007 - unterwegs.  

hui.. seit dem letzten Bericht ists zwar erst zwei Wochen her, aber irgendwie ist so viel gelaufen.. ich befürchte, dies wird ein längerer Beitrag – dabei sollten lange Beiträge vermieden werden, denn die werden schnell mal langweilig… ok, ich fasse mich einfach kurz:

In Bariloche wechselten wir mal die Art und Weise, die Landschaft zu erkundigen, und benutzten anstatt nur unsere Füsse ein Bike: Einen Tag biken mit Hugo aus Santiago auf dem Cerro Otto (Hausberg von Bariloche), einen Tag biken dem See entlang. Am dritten Tag war jedoch wieder eine Wanderung in der schönen Bergwelt von Bariloche angesagt. Unterkunft in einer Party-Jugi, Wetter wie immer perfekt, ah ja und das Wichtigste: Die wissen, wie man Fleisch zubereitet. Unglaublich, was für saftige Steaks und riesige Milanesas wir da verschlungen haben!

Bariloche bei SonnenaufgangBariloche war denn auch der Ort, wo Schelbi und ich uns wie geplant trennten: Während es ihn an die Ostküste zog (Buenos Aires, und danach Richtung Norden zu den Brasilianerinnen), ging ich wieder zurück nach Chile. Da gibt es so eine Route von Bariloche (AR) nach Puerto Montt (CL), mitten durch die Anden, Schiffchen fahren auf drei Seen (“Cruze de Lagos”), dazwischen Transfer mit alten Bussen auf holprigen Waldwegen, Blick auf Vulkane – sehr imposant.

Einmal in Puerto Montt (ca. 170’000 Einwohner) angekommen, und in einer Bar abgesessen, gabs gleich vier Freunde mehr: Harry, Geovanni, Juan und Marcelo von CHILEXPRESS halfen mir etwas beim Aufbessern (okey, klar, es waren nicht nur saubere Sachen dabei, wenn da ein paar Jungs zusammensitzen) der Sprache – schliesslich hatte ich in den letzten Wochen nicht mehr viel praktiziert, mit Schelbi natürlich zugerdütsch und mit anderen Touris in anderen Sprachen gesprochen.

Tags darauf leiden, und am nächsten Tag mietete ich für drei Tage ein Auto, um “La Isla”, wie Chiloé, die grosse Insel südlich von Puerto Montt genannt wird, zu erkundigen. Meist über holprige Strassen (der arme kleine Fiat hat gelitten, das kann ich Euch sagen!), oft der Küste entlang durch Fischerdörfchen, manchmal im Landesinneren, sanfte, grüne Hügel, eine äusserst reizvolle Landschaft. Sogar ein Nationalpark mit Regenwald und unendlichem Pazifikstrand kann bewundert werden. Und: Ich kam mir vor wie der erste Tourist überhaupt: Die von mir gewählten Küstenstrassen werden selten befahren, und sowohl in den Fischerdörfchen wie auch in grösseren Siedlungen dreht man sich nach mir um, es wird getuschelt – sogar in den Bars in Puerto Montt kam ich mir vor wie ein Ausserirdischer. Wahrscheinlich ist es die Kumulation von diesen Punkten: 1. die Gegend ist generell nicht sehr touristisch, 2. die Touri-Saison hört Ende Februar auf, 3. wenn es denn doch mal Touristen hat, sind sie meist aus Chile, nicht aus dem Ausland, 4. meine Grösse ist hier unten natürlich sowieso ungewöhnlich…

Fischerboote im Hafen von Ancud (Chiloé)Nach all dem, was wir zusammen durchgemacht hatten, und uns dadurch sehr nahe gekommen waren, mochten wir uns nach drei Tagen nicht bereits trennen, d.h. ich mietete den kleinen Fiat noch einen zusätzlichen Tag, um eine Tour rund um den grossen See (Lago Llanquihue) im Norden Puerto Montts zu machen. Das ist eine Gegend, welche Mitte des 19. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern besiedelt wurde, und davon stark geprägt ist: Teilweise wird noch etwas deutsch gesprochen, bestimmte Sachen sind deutsch angeschrieben, es wird “Kuchen” gegessen. Auch eine sehr schöne Gegend, am Fusse des perfekt geformten Vulkans Osorno. Am Abend war wieder mal etwas Erholung angesagt (Reisen ist schliesslich anstrengend): In einer Bar in Puerto Montt mit Live-Musik gabs ein paar Bier (habe ich das schon erwähnt? Hier wird Bier immer in Literflaschen bestellt. “Ein Bier für alle” heisst für jeden eine Literflasche.) mit den Freunden von CHILEXPRESS, in etwas anderer Zusammensetzung. Irgendwann notierte Harry sogar eine Widmung für den Schweizer Freund, der Sänger las sie vor dem Publikum vor, und dann spielten sie für mich die Hymne von Puerto Montt.. das ganze Lokal sang (ok, ein paar johlten) mit…

Am Karfreitag hab ich mich etwas Richtung Norden verschoben, wo ich jetzt zur Zeit bin, nämlich nach Valdivia, ca. 3.5 Stunden Busfahrt. Ein super Hostel gefunden (altes Haus, alle Böden schief, Türen gehen nicht mehr richtig zu, aber sehr sympatisch), am Abend auf dem Nachhauseweg an einer Halle vorbeigekommen, mit Musik, kurz reingeschaut, und sogleich angesprochen von Rodrigo, einem Mitglied von Gracia y Paz, einer christlichen Gruppierung, welche in Valdivia einen grossen, dreitägigen Konvent abhielt. Er hat mich dann sofort für die Veranstaltung vom Folgeabend aufgeboten. Am Samstag machte ich am Nachmittag eine gemütliche Schiffstour an die Küste (Corral), mit Besichtigung von alten Befestigungsanlagen. Der Kahn war so alt, dass auf dem Nachhauseweg das Licht zu flackern anfing, am Lago Llanquhue, im Hintergrund der Vulkan Osornodann die Durchsage kam, dass das Licht abgelöscht werden muss, weil sie zu wenig Diesel getankt hatten, allerdings wurde es dann trotzdem nicht abgelöscht. (Wahrscheinlich hat der Lichtschalter nicht funktioniert.) Am Abend war dann dieser Event (eine Messe) bei Gracia y Paz, ca. 1000 Leute (gem. Zeitung von heute), grosse Bühne, gute Predigt, Band mit ergreifender Musik, die ganze Halle machte begeistert mit. Ungewöhnlich für eine christliche Messe, aber sehr eindrücklich.

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Resumen en español:

Para descansar nos pies de todos los hikings de antes, cambiamos la manera de andar y arrendamos bicis por dos dí­as, para descubrir el paysaje bonito alrededor de Bariloche. Un dí­a encontramos a Hugo de Santiago, que tení­a un super dato para comer: Juntos cenamos unas “Milanesas Napolitanas” las más grandes del mundo! Y los argentinos saben preparar carne…

Como estaba el plan, Schelbi y yo nos separaron después: El continuó para Buenos Aires y Brasilia, yo preferí­ regresar a Chile. Tomé una ruta super linda, que se llama “Cruze de Lagos”: Se anda en barco por tres lagos, conectado con autobuses viejos, desde Bariloche para Puerto Montt.

En Puerto Montt conocí­ a unos muchachos en un pub: Harry, Geovanni, Juan y Marcelo, empleados de CHILEXPRESS, me ayudaron mejorar mi español.. “maña mañ…” – ¿cómo, Harry? 😉 El lunes después alquilé un auto por tres dí­as para visitar Chiloé “La Isla”. Manejé en carreteras de ripio, por la costa, para ver los pueblos de pescadores, las iglesias de madera, el mar. El primer dí­a dormí­ en Ancud, el segundo en Castro, y circulé hasta el parque en la costa en el este, que era muy interesante. Gracias Victor por todas las explicaciones de las plantas, y por el café en su casa!

Markt in ValdiviaPor que el auto me gustó tanto, lo alquilé un dí­a adicional, para ir al Lago Llanquihue y para visitar Frutillar y su Museo Colonial Alemán, Puerto Octay, Ensenada. Por la noche, para recuperar fuerzas, fui a tomar algunas con los amigos de CHILEXPRESS en Puerto Montt, en un pub con música en vivo. Harry aun escribió una oración, el cantante la leyó en frente de toda la gente, y después cantaron un himno de Puerto Montt para mi… Harry, Geovanni y los otros amigos: Yo pasé super buen tiempo con ustedes, ¡muchas gracias!

El viernes santa, viajé a Valdivia, donde encontré un hostal muy simpático, y donde estoy alojado ahora. Por la noche, paseando en la ciudad, escuché múica, y cuando entré el pabellón, Rodrigo de Gracia y Paz habló conmigo y me invitó a asistir al evento (una misa) de la noche próxima. El sábado santo hize una excursión en barco para visitar los fuertes en Corral y la Isla Mancera, y conocí­ a los dos ingenieros forestal Oscar y Juan de Valdivia y Santiago. Al regreso, el capitán dijo que tienen que apagar el luz, porque echaron de menos gasolina.. pero no apagaron el luz finalmente. (Oscar dijo que probablemente el interruptor del luz sea roto.) Por la noche, fui al evento de Gracia y Paz, que era una experiencia muy especial. Unos mil personas (según el diario de hoy), el pastor en un escenario grande, una prédica impresionante, y toda la gente muy comprometido. Rodrigo, la noche era grande, gracias por invitarme y por tu amistad.

11 responses to “von Argentinien zurück nach Chile”

  1. Schelbi says:

    hola martin

    llege ayer en buenos aires (“bs as” como dicen los porteños). peninsula valdes estaba interessante pero no vi orcas, solamente pinguinos, lobos y elefantes marinos. despues la peninsula me quede 3 dias en plata del mar para disfrutarme en la playa (pero el mar estaba muy frio).
    la noche pasada fue en una discoteca con algunos otros del hostel y volvi mas o menos a las ocho de la mañana (estaba duro pero hubio mas turistas que argentinas). voy a quedarme algunas noches mas en bs as y despues voy traverser el rio plata para ir a punta del este en uruguay.
    espero que no tienes problemas con la comida chilena (despues comiando bastamente de bife). visiste la cerveceria “kunstmann” en valdivia?

    vaya bien y hasta la proxima vez
    schelbi

  2. Martin says:

    Hola Schelbi

    Aún no fui a visitar la cerveceria, pero voy a ir hoy o mañana. Desde ayer hay lluvia acá, y según el pronostico voy a llover las proximas días también..

    Ten ojo en Bs As
    Martin

  3. Baumi says:

    Hola Martin,

    Gracias para il enlace. Respecto, respecto: il tuo español esta muy bien. Il mio ya un poco menos, pienso.

    He visto, que pasaras tambien en America del medio. Para completer tu viaje, propongo pasar para Chalate y San Juan las Flores. Mi interesaria como estan nuestros amigos y installaciones salvadoreños.

    Bien continuacion di tu viaje y muchas gracias para renvoyar mi texto con tus corectiones :-).

    Saludos
    Daniel (Baumi)

  4. Martin says:

    Hoi Baumi!

    Si lo sé, debería irme a El Salvador también, cuando este tan cerca.. pero el plan es diferente. Tal vez en otro viaje.
    ¿O qué te parce si tú visitarías nuestros amigos allá? Estoy seguro que todavía tienes unas semanas de vacaciones este año.. 😉

    Abrazo
    Martin

  5. hola Martin… que bueno que estas disfrutando de mi pais… yo te dije… Chile es lo mejor… aqui en la escuela todo bien.. ya no es tan divertido como cuando teniamos clases en la sala 15 hahahha… bueno si vienes a santiago mandame un mail!!

    muchos saludos

    Tu amigo y profe
    Felipe

  6. RodrigoF says:

    Saludos Martin:

    Que genial todos los recorridos por el sur del mundo.
    Te enviamos muchos saludos desde Valdivia, Chile.

    Que genial que te gustara la predica, para nosotros tanbién fue genial.

    Nos estamos comunicando

    Rodrigo Fernández B.

  7. Martin says:

    Hola Felipe

    ¿Cerraron el departamento en frente de la sala 15? ¡Que pesado! 🙂

    Espero que aún eres un fan de nuestro Roger, aunque perdió algunos partidos recientemente..

    Buena suerte
    Martin

  8. Martin says:

    Hola Rodrigo

    Gracias por invitarme a este evento. Te deseo todo lo bueno, tanto en Gracia y Paz como en el trabajo.

    Un abrazo
    Martin

  9. Natalia says:

    Hola
    Chile la lleva!!..es realmente super hermoso..me encanta mi país Viva Chile!
    Espero que tu español este mucho mejor y que te estes bien allá en Valdivia.
    Cuídate mucho y nos vemos
    besitos

  10. Felipe says:

    Porsupuesto!!!!!!!!

    Con Roger hasta la muerte!!!!!!!

    Saludos amigo!

    Felipe..

  11. Chile Eddy says:

    Interessante Reiseinfos. Freu mich immer über so toll geschriebene Erfahrungsberichte.

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